17 Jun 2013

Jugendarbeit ist Hauptaufgabe

Nachwuchskräfte der Feuerwehr Michldorf feiern 20-jähriges Jubiläum

Michldorf. (sl) Am 5. Juni 1993 haben Wolfgang Bayerl, Markus Ott, Peter Stiegler, Martin Klöckner, Matthias Meckl und Michael Lukas unter Kommandant Franz Kindl die Michldorfer Jugendfeuerwehr gegründet. Am Samstag feierte der Nachwuchs das 20 jährige Jubiläum mit den Gründern und vielen Gästen im Festzelt.

In die Gemeinschaft konnten am Jubiläumsabend zwei Neue, Lukas Gruber aus Lückenrieth und Lucas Ott aus Kleinpoppenhof, aufgenommen werden. Die stärkste Jugendfeuerwehr kam aus Rothenstadt mit zwölf Jugendlichen. Sie erhielten 50 Euro für ihre Kasse als Belohnung.

Kreuz aus Helmen

Ein Volksaltar war auf der Bühne im Festzelt aufgebaut und wurde von einem Kreuz mit den Helmen der Jugendfeuerwehr geschmückt. Die Gruppe "Cantus Domini", umrahmte mit der "Gen Rosso Messe" und eigenen Kompositionen die kirchliche Zeremonie. Geistlicher Rat Alfons Forster ging in seiner Predigt auf den Wahlspruch der Feuerwehren "Gott zur Ehr und dem Nächsten zur Wehr" ein. "Wenn die Sirenen heulen, dann eilen die Männer und Frauen auf den schnellsten Weg zum Einsatz, um zu helfen."

Die Einsätze sind sehr vielfältig, so auch im November 2012 bei den Schneemassen, beim Brand im HPZ oder dem Juni-Unwetter in Bechtsrieth. So seien modernste Geräte, gute und zielstrebige Ausbildung sehr wichtig und es könne nicht früh genug damit begonnen werden.

Die Mädchen und Burschen der Jugendfeuerwehr trugen die Lesung und Fürbitten vor. Unter anderem baten sie, dass in der Gesellschaft ein neues christliches Bewusstsein geweckt, einander in Freundschaft begegnet, die Feuerwehren bei Einsätzen beschützt werden und gedachten auch der verstorbenen Mitglieder.

Die Musikgruppe "Mir Kiener Bairisch" eröffnete im Zelt den weltlichen Teil. Die Vorsitzende der Michldorfer Wehr, Evelyn Maier, begrüßte die vielen Vereine aus dem Ort und der Region sowie die vielen Ehrengäste.

Im Dialog zwischen Vorsitzender und Kommandant Harald Dirnberger stellten sie die Geschichte, die Gründung und die Gründungsmitglieder heraus. Die Vielfalt der Ausbildung, unter anderem vom Wissenstest bis zum Bayerischen Leistungsabzeichen, die Amtszeiten der verschiedenen Jugendwarte sowie auch die geselligen Zusammenkünfte und vieles mehr sprachen sie an.

Im Anschluss überreichte die Vorsitzende den Gründungsmitgliedern Wolfgang Bayerl und Michael Lukas eine Urkunde .

Stellvertretender Landrat Andreas Meier fand es sehr gut, dass nicht nur große Feuerwehrfeste gefeiert werden, sondern auch solche Jubiläen von Jugendfeuerwehren. "Sie bilden die Basis, müssen langsam herangeführt werden und sind die großen Feuerwehren von morgen. Schließlich verlassen sich die Menschen auf die Wehren und sie sind auf sie angewiesen", betonte Meier und übergab eine Spende für die Vereinskasse.

Dies tat auch Bürgermeisterin Waltraud Benner-Post. Sie lobte die Erfolgsgeschichte, die vor 20 Jahren als Wagnis begann und dankte den Jugendwarten, die sich intensiv um die Jugendlichen kümmern sowie für die Unterstützung.

Kreisbrandinspektor Hans Rewitzer, der mit Ehrenkreisjugendwart Josef Winklmann, Kreisjugendwart Alois Kleber, den Kreisbrandmeistern Gerhard Gösl, Markus Kindl, Thomas Kleber und Martin Weig gekommen war, sprach die erste Jugendleistungsprüfung an. "Hier wurde aufgebaut und fortgeführt in neun Gruppen mit 47 Jugendlichen."

Kameradschaft zählt

Diese Ausbildung in 20 Jahren sei nicht selbstverständlich, denn der Feuerwehrdienst sei ein schwieriges Unterfangen, abwechslungsreich und abenteuerlich. "Die Michldorfer haben sich die Jugendarbeit zur Hauptaufgabe gemacht und bewiesen, dass auch Kameradschaft zählt."